Gesundheit

Stabil und doch beweglich – das gesunde Knie

„Was machst du mit dem Knie, lieber Hans….?“ Der Schlager ist alt und aus der Mode, Knieprobleme hingegen sind ein viel diskutiertes Thema.

Der Aufbau

Das Knie, eine komplizierte Konstruktion, trägt die Hauptlast, wenn der Körper sich bewegt. Genau genommen sind es zwei Gelenke, die perfekt zusammen wirken, um dem Bein einerseits Stabilität, andererseits Beweglichkeit zu ermöglichen: das Kniekehlengelenk und das Kniescheibengelenk. Zwischen diesen sitzen zwei mandelförmige, faserige Knorpelteilchen, die Menisken. Sie machen die Drehbewegungen des Knies mit und vergrößern den Kontakt zwischen Oberschenkelknochen und Schienbein. Das gesamte Kniegelenk ist von einer Gelenkkapsel umschlossen. Muskeln, Bänder und Sehnen halten es stabil. Dieses Dreh- Scharniergelenk ermöglicht es, das Bein in einem Winkel von 120° – 150° zu beugen und bis ca. 10° zu strecken. Bei gebeugtem Bein ist außerdem eine Einwärtsdrehung um 10° und eine Auswärtsdrehung um 40° möglich.Beinmuskulatur stabilisiert das Knie

Damit die Beweglichkeit möglichst lange und schmerzfrei erhalten bleibt, sollte Vorsorge getroffen werden. Oft führen Haltungsfehler zu einer ungleichmäßigen Belastung des Kniegelenks, eine Fehlstellung von Fuß oder Hüfte kann mit orthopädischen Einlagen korrigiert werden. Wer auf seine Fitness achtet, eine kräftige Beinmuskulatur aufbaut und seine Körperhaltung kontrolliert, stärkt auch seine Kniegelenke. Übergewichtige oder vorgeschädigte Personen sollten über eine gelenkschonende Sportart wie Nordic Walking, Aquajogging oder Radfahren nachdenken.

Schmerzt das Knie bereits, oder ist es gar heiß und dick, sollte das Training, besonders das Lauftraining, unbedingt abgebrochen werden. Erste Linderung kann ein Quarkwickel bringen, der auch Schwellungen und Rötungen abklingen lässt. Bei andauernden oder stärkeren Schmerzen sollte ein Arzt über die weiteren Maßnahmen entscheiden.